Samstag, 22. Dezember 2012
Googles SafeSearch umstritten
Mit dem „SafeSearch“ hat Google ein System
integriert, mit dem sich sogenannte jugendgefährdende Inhalte aus
den Suchergebnissen entfernen lassen. Dieser Filter ist so
eingestellt, dass beispielsweise die Anzeige von pornografischen
Fotos verhindert wird. Nutzer können dabei zwischen drei
verschiedenen Einstellungen – moderat, strikt, oder off – wählen.
Allerdings gewinnt Google damit nicht nur Freunde. Während viele
Eltern den Filter begrüßen, wächst der Ärger darüber bei
erwachsenen Nutzern. Zwar ist die Filteroption nicht mit einer Zensur
gleichzusetzen, doch zwingt der Filter User dazu erst gezielt in den
verschiedenen Optionen nach entsprechenden Bildern zu suchen.
Donnerstag, 13. Dezember 2012
Keine uneingeschränkte Haftung für Minderjährige durch Eltern
Der Bundesgerichtshof hat im Falle eines Urheberrechtsverstoßes durch Minderjährige entschieden, dass Eltern nicht für alle eventuellen Straftaten, die ihre minderjährigen Kinder online begehen, haftbar gemacht werden können. Im vorliegenden Fall hatten mehrere Musikkonzerne gegen die Eltern eines 13-Jährigen geklagt, der urheberrechtlich geschützte Lieder in Tauschbörsen angeboten hatte. Das Kölner Oberlandesgericht gab der Klage statt und verurteilte die Eltern zur Zahlung von 5300 Euro Schadensersatz. Dieses Urteil hob der BGH jetzt wieder auf. Nach Meinung des Gerichts ist es für Eltern unmöglich, die gesamten Online-Aktivitäten ihrer Kinder zu kontrollieren. Demzufolge liegt auch keine Verletzung ihrer Aufsichtspflicht vor und damit auch kein einklagbarer Verstoß.
Donnerstag, 22. November 2012
Neuer Kartendienst von Nokia
Passend zum neuen Betriebssystem Windows Phone 8 hat Nokia einen
bessere Version des Kartendienstes für das Lumias 820 und 920
veröffentlicht. „Nokia Karten 3.0“ bietet neue Features, wie
beispielsweise die Innenansicht für einige öffentliche Gebäude.
Das soll helfen, damit man sich leichter in fremden Gebäudekomplexen,
wie Flughäfen und Bahnhöfen, oder Einkaufszentren zurecht findet.
Ein echtes Navigationssystem ist damit allerdings nicht verbunden.
Eine weitere Verbesserung ist das schnellere Laden der einzelnen
Seiten und Anzeigen. „Unterstützt wird Nokia Karten 3.0“
außerdem durch ein sprachgesteuertes Fußgänger-Navi-System, neue
Touristikinfos und eine bessere Navigation für's Auto. Bisher läuft
das neue Kartensystem allerdings nur auf den beiden Lumias-Modellen.
Ob und wann es für andere Smartphones kompatibel sein wird, ist noch
nicht bekannt.
Samstag, 10. November 2012
"Mega" als Nachfolger von "Megaupload"
Kim Schmitz, alias Kim
Dotcom, der Gründer des Online-Speicherdienstes „Megaupload“,
kündigte jetzt die Inbetriebnahme seiner neuen Plattform an. Er wird
den neuen Dienst „Mega“ nennen und im Januar, am Jahrestag seiner
Festnahme damit starten. Auf „Megaupload“ konnten User ihre
Daten im Internet speichern und untereinander teilen. Das ist zwar
legal, allerdings wurde die Plattform auch stark für die Verbreitung
von Raubkopien genutzt. Die USA beschuldigt ihn, dadurch
unrechtmäßig Millionen verdient zu haben. Sie fordert seine
Auslieferung von Neuseeland, der Wahlheimat des gebürtigen
Deutschen. Bis zu 20 Jahren Haft würden ihm im Falle einer
Verurteilung in den USA drohen. Um sich in Zukunft vor solchen
Anschuldigungen zu schützen, wird die neue Plattform ein
Verschlüsselungssystem erhalten, dass es ihrem Betreiber nicht
gestattet zu sehen, welche Daten geladen und geteilt werden.
Montag, 3. September 2012
Universität weist Internet-Sucht nach
Wissenschaftler der Universität Bonn und des Mannheimer Zentralinstituts für Seelische Gesundheit, haben in einer gemeinsamen Studie ermittelt, dass die sich verbreitende Internet-Sucht möglicherweise genetische Ursachen hat. Untersuchungen zeigten, dass während der Internetnutzung bei süchtigen Usern die selbe Gehirnregion aktiviert wird, wie bei der Nikotin-Sucht. Damit ist bewiesen, dass auch das surfen süchtig machen kann und Internetsucht kein "Hirngespinst" ist. Als süchtig gilt, wer sich gedanklich sehr stark mit dem Internet beschäftigt und sich extrem unwohl fühlt, wenn er zeitweilig darauf verzichten muss. Dies traf bei einer Umfrage der Universität Bonn auf 132 Männer und Frauen, von insgesamt 843 befragten Personen zu. Diese 132 Probanden zeigten eine wesentlich häufigere Veränderung der für Sucht "zuständigen" Gen-Bereiche, als die nicht so abhängigen Internet-Nutzer.
Freitag, 24. August 2012
Anonymous legt aus Sympathie mit Assange britische Regierungsseite lahm
Aus Solidarität mit Julian Assange, hat die Hackergruppe Anonymous die Haupt-Internetseite der Regierung Großbritanniens gehackt und lahm gelegt. Ein Sprecher von Anonymus veröffentlichte dies auf Twitter und gab als Grund dafür an, dass dies Teil ihres Einsatzes für den Wikileaks-Gründer Assange sei. Der britische Justizminister bestätigte den gelungenen Angriff, wiegelte aber ab indem er darauf verwies, dass es dadurch nur zu einigen "Unterbrechungen" gekommen sei. Julian Assange wird seit zwei Monaten in der ecuadorianischen Botschaft in London festgehalten. Er soll nach Schweden ausgeliefert werden, wo ihn eine Anklage wegen angeblicher sexueller Delikte erwartet. Diese Klage wird allerdings aufgrund der dubiosen Umstände eher als Vorwand dafür gesehen, eine Möglichkeit zu finden, Assange in die USA zu überstellen. Dort wird er aufgrund seiner Arbeit für Wikileaks als "Spion" betrachtet. Sollte es zu einer Auslieferung in die USA kommen, droht ihm dort die Todesstrafe. Wikileaks hatte zehntausende, hoch geheime Depechen der USA im Internet veröffentlicht, was für viele Politiker weltweit ein nicht geringes diplomatisches Ärgernis darstellte. Wikileaks vertritt die Meinung, dass die Menschen weltweit ein Recht darauf haben zu wissen, was ihre Regierungen tatsächlich tun und nicht das, was diese davon bereit sind zu veröffentlichen.
Montag, 20. August 2012
Regierung will Iran vom Internet abkoppeln
Inzwischen hat die iranische Regierung frühere Gerüchte bestätigt, nachdem sie den Iran vom Internet abtrennen will. Statt dessen plant sie, ein nationales Netz einzurichten. Dies gab der Telekommunikationsminister, Reza Tagipour, bei einer Rede vor der Amir-Kabir-Universität in Teheran bekannt. Als Grund dafür gab er an, dass das Internet von "ein oder zwei Ländern" kontrolliert würde und das diese dem Iran feindlich gegenüber stünden. Deshalb soll die "westliche Dominanz gebrochen" und ein eigenes Netz geschaffen werden, was auch den Vorteil hätte, dass sich das Land besser vor Cyberattacken schützen ließe. Die Abtrennung soll in den kommenden eineinhalb Jahren schrittweise erfolgen. Bereits in der Vergangenheit zeichnete sich ab, dass die iranische Regierung großen Wert auf eine vollkommene Kontrolle des Internet legt. Bereits ca. fünf Millionen Webseiten wurden von ihr blockiert. Verschlüsselte Verbindungen werden systematisch gestört und Bürger die sich für ein freies Netz engagieren als "Feinde" behandelt und verhaftet.
Mittwoch, 15. August 2012
Reuters erneut gehackt
Die Webseite der Nachrichtenagentur Reuters wurde nach eigenen Angaben, jetzt bereits zum zweiten Mal innerhalb von 14 Tagen erfolgreich gehackt. Dabei gelang es den Hackern eine Falschmeldung über den angeblichen Tod des saudi-arabischen Außenministers, Saud al-Faisal, zu veröffentlichen. Der 72-jährige Politiker hatte sich zwar in der vergangenen Woche operieren lassen, ist jedoch, den Umständen entsprechend, munter und noch sehr lebendig. Bereits am 3. August gelang es Hackern, ein ebenfalls gefaktes Interview mit einem Oberst der Freien Syrischen Armee auf dem Nachrichten-Blog von Reuters zu veröffentlichen. Bisher ist noch nicht bekannt, wer für die beiden Hack-Angriffe verantwortlich ist. Um weitere Pannen dieser Art zu verhindern, hat Reuters jetzt den Blog offline gestellt.
Montag, 13. August 2012
Apple-Mitbegründer Steve Wozniak sieht Cloud Computing kritisch
Der Mitbegründer des Apple-Konzerns, Steve Wozniak, steht dem Trend zur Auslagerung von privaten Daten, dem sogenannten Cloud Computing, kritisch gegenüber. Beim Cloud Computing können User ihre bisher auf dem PC gespeicherten Daten auf bereitgestellte Server auslagern. Dadurch sparen sie Speicherkapazität auf ihrem PC, was dessen Arbeitsgeschwindigkeit erhöht. Außerdem lassen sich durch die Verringerung der notwendigen Arbeitsspeicher auch handlichere und leichtere Computer herstellen, was besonders im Bereich der Laptops und Tablet-PC's vorteilhaft ist. Die Kehrseite ist, dass dadurch durch die Server-Anbieter auch auf sensible private Daten zugegriffen werden kann. "Je mehr wir in das Web übertragen, in die Wolke, desto weniger Kontrolle haben wir darüber. Ich denke, das wird schrecklich. Ich denke, wir werden in den kommenden fünf Jahren furchtbare Probleme damit haben.", fürchtet Wozniak. Riskant ist in diesem Zusammenhang auch der hohe Bedarf der Wirtschaft an Daten über Privatpersonen, um individuelle Angebote erstellen und so ihren Absatz erhöhen zu können. Trotz aller Schutzmaßnahmen und Selbstverpflichtungen - das zeigt die Vergangenheit - würden langfristig die gespeicherten Daten als Kapital betrachtet und zu Lasten der User verkauft werden.
Samstag, 11. August 2012
Google Movies in Deutschland gestartet
Fast unbemerkt hat das Internetunternehmen Google seinen Filmdienst "Google Movies" in Deutschland gestartet. Das in den USA bereits sehr erfolgreiche Angebot ist jetzt auch für Deutsche unter www.youtube.com/movies zu finden. Die Auswahl an Filmen ist noch recht überschaubar. In 13 verschiedenen Kategorien finden sich Filme aller Sparten, die legal kostenlos angesehen werden können. Geplant ist langfristig, auch kostenpflichtige Filme im Verleih anzubieten. Wie genau die Logistik dafür aussehen soll, wurde noch nicht bekannt gegeben. In den USA kosten die gebührenpflichtigen Filme zwischen 2,99 und 3,99 US-Dollar, die über den NFC-Bezahldienst "Google Wallet" abgerechnet werden. Die so "geliehenen" Filme können nach Zahlungseingang beliebig oft, über PC oder auch Smartphones, angesehen werden.
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