Mittwoch, 15. August 2012
Reuters erneut gehackt
Die Webseite der Nachrichtenagentur Reuters wurde nach eigenen Angaben, jetzt bereits zum zweiten Mal innerhalb von 14 Tagen erfolgreich gehackt. Dabei gelang es den Hackern eine Falschmeldung über den angeblichen Tod des saudi-arabischen Außenministers, Saud al-Faisal, zu veröffentlichen. Der 72-jährige Politiker hatte sich zwar in der vergangenen Woche operieren lassen, ist jedoch, den Umständen entsprechend, munter und noch sehr lebendig. Bereits am 3. August gelang es Hackern, ein ebenfalls gefaktes Interview mit einem Oberst der Freien Syrischen Armee auf dem Nachrichten-Blog von Reuters zu veröffentlichen. Bisher ist noch nicht bekannt, wer für die beiden Hack-Angriffe verantwortlich ist. Um weitere Pannen dieser Art zu verhindern, hat Reuters jetzt den Blog offline gestellt.
Montag, 13. August 2012
Apple-Mitbegründer Steve Wozniak sieht Cloud Computing kritisch
Der Mitbegründer des Apple-Konzerns, Steve Wozniak, steht dem Trend zur Auslagerung von privaten Daten, dem sogenannten Cloud Computing, kritisch gegenüber. Beim Cloud Computing können User ihre bisher auf dem PC gespeicherten Daten auf bereitgestellte Server auslagern. Dadurch sparen sie Speicherkapazität auf ihrem PC, was dessen Arbeitsgeschwindigkeit erhöht. Außerdem lassen sich durch die Verringerung der notwendigen Arbeitsspeicher auch handlichere und leichtere Computer herstellen, was besonders im Bereich der Laptops und Tablet-PC's vorteilhaft ist. Die Kehrseite ist, dass dadurch durch die Server-Anbieter auch auf sensible private Daten zugegriffen werden kann. "Je mehr wir in das Web übertragen, in die Wolke, desto weniger Kontrolle haben wir darüber. Ich denke, das wird schrecklich. Ich denke, wir werden in den kommenden fünf Jahren furchtbare Probleme damit haben.", fürchtet Wozniak. Riskant ist in diesem Zusammenhang auch der hohe Bedarf der Wirtschaft an Daten über Privatpersonen, um individuelle Angebote erstellen und so ihren Absatz erhöhen zu können. Trotz aller Schutzmaßnahmen und Selbstverpflichtungen - das zeigt die Vergangenheit - würden langfristig die gespeicherten Daten als Kapital betrachtet und zu Lasten der User verkauft werden.
Samstag, 11. August 2012
Google Movies in Deutschland gestartet
Fast unbemerkt hat das Internetunternehmen Google seinen Filmdienst "Google Movies" in Deutschland gestartet. Das in den USA bereits sehr erfolgreiche Angebot ist jetzt auch für Deutsche unter www.youtube.com/movies zu finden. Die Auswahl an Filmen ist noch recht überschaubar. In 13 verschiedenen Kategorien finden sich Filme aller Sparten, die legal kostenlos angesehen werden können. Geplant ist langfristig, auch kostenpflichtige Filme im Verleih anzubieten. Wie genau die Logistik dafür aussehen soll, wurde noch nicht bekannt gegeben. In den USA kosten die gebührenpflichtigen Filme zwischen 2,99 und 3,99 US-Dollar, die über den NFC-Bezahldienst "Google Wallet" abgerechnet werden. Die so "geliehenen" Filme können nach Zahlungseingang beliebig oft, über PC oder auch Smartphones, angesehen werden.
Donnerstag, 2. August 2012
Polizeibehörden verlieren Daten durch Softwarefehler
Beim Bundeskriminalamt und der Bundespolizei kam es zu einer schweren Datenpanne. Verschiedenen Recherchen zufolge verloren beide Behörden hoch sensible Daten, die als Beweismittel gespeichert worden waren. Aufgrund eines Softwarefehlers wurden die Daten unbemerkt gelöscht. Erst nach drei Monaten fiel das Verschwinden der Daten auf. Dazu gehören gespeicherte Telefondaten aus Telefonüberwachungen, mitgeschnittene Gespräche, SMS, Faxe und E-Mails. Nach Angaben der Firma Syborg, die für die Verwaltung vertraulicher Daten verantwortlich war, wurden zwischen dem 14. Dezember 2011 und dem 10. Februar 2012 systematisch Daten gelöscht, die eigentlich in ein Langzeitarchiv ausgelagert werden sollten. Erst als Technikern des Unternehmens der Datenschwund auffiel, konnte der Software-Fehler gefunden und behoben werden.
Sonntag, 8. Juli 2012
Regierung plant Jugendschutzprogramm für Internet
Ein neues Jugendschutzprogramm soll Kinder und Jugendliche besser vor Gefahren im Internet schützen. Hauptaugenmerk wird dabei auf Kampagnen gelegt, die Eltern über die Gefahren aufklären und technische Hilfsmittel offerieren soll. Das von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder erklärte Ziel dieser Maßnahmen ist es, Kindern ein sicheres Surfen zu ermöglichen. Helfen können dabei Programme, die Jugendgefährdende Inhalte filtern. "Je mehr Anbieter dabei mitmachen, umso wirksamer ist der Schutz", erklärte der sächsische Ministerpräsident, Stanislaw Tillich. Er fordert die Wirtschaft auf, weitere Software zu entwickeln, um zielgenauer die einzelnen Altersgruppen schützen zu können. Weiterhin plant die Regierung die Entwicklung eines reinen Kinder-Netzwerkes. Wie sinnvoll ein solches Vorgehen ist, lässt sich nur schwer beurteilen. Ähnliche Probleme der Vergangenheit zeigen aber, dass es besser ist Kinder für Gefahren zu sensibilisieren, als zu versuchen sie davor abzuschirmen. Schließlich ist die Kindheit dafür da um zu lernen, sich in der Welt zurecht zu finden. Die Welt jedoch in eine für Kinder und eine für Erwachsene zu teilen, ist dabei nicht sehr hilfreich.
Freitag, 6. Juli 2012
Weltweiter Polizeieinsatz gegen Internet-Pädophilie
In Zusammenarbeit gelang es Ermittlungsbehörden mehrerer Staaten, gemeinsam einen weltweiten Einsatz gegen Internet-Pädophilie erfolgreich zu koordinieren. Es konnten bisher mutmaßliche Täter aus 141 Ländern konnten identifiziert werden. Diese hatten Videos und Fotos vom sexuellen Mißbrauch an Kindern verkauft und verbreitet. Nach Angaben des Bundeskriminalamtes Wien wurden allein in Österreich mehr als 270 pädophile Täter ermittelt. Dies war der bisher größte und erfolgreichste weltumspannende Einsatz dieser Art. Noch immer werden die gesammelten Informationen und Daten ausgewertet und weitere Festnahmen erwartet.
Mittwoch, 4. Juli 2012
Nur gute Nachrichten
Um die Stimmung im krisengeplagten Land etwas aufzuhellen, wurde in Griechenland ein neues Nachrichtenportal erstellt, dass ausschließlich positive Nachrichten veröffentlicht. Die Webseite "ola, kala OK" ("alles ist gut") hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Menschen in Griechenland durch gute Nachrichten optimistischer zu stimmen. Deshalb werden ausschließlich News mit Happy End thematisiert. Dazu gehören Nachrichten über solidarische Hilfe von Menschen, über Ehrenämter, oder erfolgreiche sportliche Ereignisse. Schlechte Nachrichten werden stets von ihrer guten Seite aus beleuchtet. So wird beispielsweise über die Finanzkrise unter dem Titel: "Wie Deutschland aus den Sparplänen Nutzen gezogen hat" geschrieben. Dadurch sollen die Griechen wieder Mut bekommen, dass auch sie die Krise bewältigen werden. Zusätzliche Serviceseiten bieten außerdem die Rubrik "Problemlösung" und einen "Stellenmarkt" an, um auch individuelle Hilfe zu vermitteln.
Freitag, 29. Juni 2012
Mehrzahl der User akzeptiert eher Werbung als Gebühren
Wie der Branchenverband Bitkom ermittelte, akzeptieren Internetnutzer bei verschiedenen Online-Angeboten eher Werbung, als Gebühren. In einer aktuellen Umfrage gaben 64 Prozent der Befragten an, dass sie lieber Werbeeinblendungen in Kauf nehmen, als bezahlen zu müssen. 28 Prozent wollten keine Werbung sehen und sind dafür auch bereit Gebühren zu errichten. Es zeichnet sich ab, dass vor allem die Jüngeren werbefinanzierte Möglichkeiten bevorzugen. Je älter die Befragten waren, um so häufiger lehnten sie Werbung ab. In der Altersgruppe der über 50-jährigen User war die Zahlungsbereitschaft mit 37 Prozent am höchsten, während von den 14-29-Jährigen nur 14 Prozent gegen Werbung votierten. Diese Zahlen sind allerdings nur eine Folge des unterschiedlichen Nutzerverhaltens. Über 50-Jährige nutzen das Internet in geringerem Maße, als jüngere User. Außerdem vertragen sie weniger Stress, so dass sie die Werbeeinblendungen, im Vergleich mit Jüngeren, als größere Störung empfinden.
Donnerstag, 31. Mai 2012
Neuer Cyberangriff auf den Iran
Wie die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete, wurde der Iran erneut das Ziel eines Cyberangriffes. Mit Hilfe des Virus "Flame" konnten in den letzten Tagen große Datenmengen gestohlen werden. Nach Meinung des Sicherheitsunternehmens Kaspersky, richtet der neue Virus noch schwerere Schäden an, als der Vorgänger "Stuxnet". "Die Komplexität und Funktionalität des neuen Schadprogramms übertrifft alle bisher bekannten Cyberbedrohungen", erklärte ein Unternehmenssprecher. Bisher ist der Virus am häufigsten im Iran aufgespürt worden, aber auch in Israel und den Palästinensergebieten, im Sudan, Libanon und Syrien. "Die Geografie der Ziele und die Komplexität der Bedrohung lässt keinen Zweifel, dass ein Staat die dahinter stehende Forschung finanzierte", erklärte Alexander Gostew, der Sicherheitschef von Kaspersky. Mosche Jaalon, der israelische Vizepräsident, gab eine Rundfunkerklärung ab, nach der er es für gerechtfertigt hält, Länder wie den Iran durch Cyberangriffe von der Entwicklung von Atomwaffen abzuhalten. Den Verdacht, dass der neue Virus aus Israel stammte, bestätigte der Vize-Regierungschef jedoch nicht. Das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik wies darauf hin, dass von "Flame" für deutsche, privat genutzte Computer keine Gefahr ausgeht.
Samstag, 19. Mai 2012
Drucker
Einfache PC-Drucker haben längst ausgedient. Inzwischen sind Drucker hochwertige Multifunktionsgeräte, die drucken, scannen, kopieren und faxen. Selbst 3D-Drucker sind nicht länger Science Fiction und ihre serienmäßige Herstellung nur noch eine Frage von wenigen Jahren. Dementsprechend schwer ist es heute, sich im Drucker-Dschungel zurecht zu finden. Welches Modell das richtige ist, hängt nicht in erster Linie vom Preis des Gerätes ab, sondern vorrangig davon, wie viel man regelmäßig drucken möchte. Für wenige Seiten reicht in der Regel ein Tintenstrahldrucker, der jedoch allmählich von den, zwar in der Anschaffung etwas teureren, aber langfristig durch geringere Druckerkosten günstigeren, Laserdruckern abgelöst wird. Wer diesen hauptsächlich zum drucken von Briefen, Rechnungen und Texten nutzen möchte, für den eignet sich eher ein Monochrom-Laserdrucker, da die Preise für schwarze Tonermodule um einiges niedriger sind, als für Farbtoner. Außerdem ist die Seitenausbeute pro Toner höher, was sich erheblich auf den Preis pro gedruckte Seite auswirkt. Sinnvoll ist in jedem Fall ein vorheriger Vergleich, wie er beispielsweise auf www.drucker.me angeboten wird. Hat man sich im voraus Gedanken über die zu erwartenden Anforderungen an den neuen Drucker gemacht, lässt sich so am einfachsten das Preis- Leistungsverhältnis der einzelnen Angebote vergleichen.
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