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Mittwoch, 6. Februar 2013

Bezahldienst Paypal warnt vor betrügerischen Mails

Paypal und Verbraucherschutzvereine warnen erneut vor betrügerischen E-Mails. Aktuell erhalten viele Kunden des Bezahldienstes Paypal Mails, die sehr echt wirken und viele Adressaten überzeugen, sie würden von Paypal stammen. Damit sollen die Zugangsdaten der Kundenkonten ausspioniert werden. Dafür enthalten die Mails einen Link, der zu einem falschen Paypal-Anmeldeformular führt. Gibt der Kunde dort seine Zugangsdaten ein, werden diese benutzt um auf das Konto zuzugreifen und es leer zu räumen. Experten raten, bei Zweifel über die Echtheit einer erhaltenen Mail, diese an das Kundencenter von Paypal weiter zu leiten. Sicherer ist es allerdings, sich von vornherein nicht über Mail-Links bei Paypal, oder einem anderen Bezahldienst, anzumelden. Es kostet nur wenige Sekunden, auszuloggen und sich über die Startseite anzumelden, spart aber unter Umständen sehr viel Zeit, Geld und Nerven, wenn dadurch eine eventuelle Falle umgangen wird.

Montag, 21. Januar 2013

Megaupload - Gründer Kim Schmitz wieder online

Jetzt, ein Jahr nach seiner Festnahme wegen Begünstigung illegaler Urheberrechtsverletzungen, hat der Megaupload-Gründer Kim Schmitz, eine neue Plattform eröffnet, auf der User ihre Daten teilen können. Bereits eine Stunde nach Bekanntwerden des neuen Speicherdienstes „Kim Dotcom“, hatten sich rund 100.000 Nutzer registriert. Ändern wird sich für die User nicht viel. Geändert wird lediglich das Verschlüsselungssystem für die Daten der Nutzer. Diese können zukünftig vom Betreiber nicht mehr eingesehen werden. Damit kann Schmitz auch nicht mehr für den Inhalt der Daten verantwortliche gemacht werden. Genutzt wurde die alte Plattform vorrangig für das Teilen illegaler Raubkopien. Kim Schmitz wurde inzwischen auf Kaution freigelassen, allerdings besteht noch immer die Gefahr, dass seine Wahlheimat Neuseeland sich entschließt, ihn an die USA auszuliefern. Diese beschuldigt ihn der indirekten Vorteilsnahme des Datenraubs, da Schmitz mit Megaupload sehr gut verdient hat. Aufgrund der US-amerikanischen Gesetzgebung drohen ihm dort bis zu 20 Jahren Haft.

Freitag, 18. Januar 2013

Fauler Mitarbeiter nutzt Outsourcing

Einen ungewöhnlichen Fall von Outsourcing hat das US-amerikanische Telekommunikationsunternehmen Verizon veröffentlicht. Einer ihrer Programmierer, der sich kontinuierlich durch pünktlich und gut erledigte Arbeit auszeichnete, hatte alle anfallenden Aufgaben an eine chinesische Firma weiter geleitet. Dafür bezahlte er einen Teil seines Gehalts. Seine Arbeitszeit brachte er statt dessen mit surfen im Internet und dem anschauen von Videos herum. Lediglich einmal täglich raffte er sich zum arbeiten auf, indem er seinen Boss per Mail über den Stand „seiner“ Arbeit informierte. Die Firma war so zufrieden mit ihm, dass er mehrfach lobend erwähnt und sogar als „bester Entwickler des Unternehmens“ gefeiert worden war. Nur zufällig kam der Schwindel bei einer Sicherheitskontrolle heraus. Die Faulheit des Ex-Mitarbeiters könnte allerdings auch seinen Kollegen teuer zu stehen kommen, wenn die Unternehmensleitung kurzerhand beschließt, alle diesbezüglichen Arbeiten auszulagern, um Geld zu sparen. Das es funktioniert, auch bei guter Qualität, hat der Faulpelz bewiesen.

Mittwoch, 16. Januar 2013

Erfundener Krieg auf Wikipedia

Als „Bicholim-Konflikt“ war ein umfangreicher Artikel auf Wikipedia jahrelang zu finden, der einen erfundenen Krieg beschrieb. Dieser sollte angeblich im 17. Jahrhundert zwischen Indien und Portugal stattgefunden haben. Seit 2007, für fünf Jahre lang, stand der „Bicholim-Konflikt“ auf Wikipedia, ohne das jemand den Fehler bemerkte. Erst im Dezember vergangenen Jahres fiel einem Nutzer auf, dass es den beschriebenen Krieg niemals gab und alle angegebenen Quellen und Zitate erfunden waren. "Nach einer eingehenden Betrachtung und einigen Rechercheschritten bin ich zu dem Schluss gekommen, dass der Artikel eine Erfindung ist - eine schlaue und ausgeklügelte Erfindung", schrieb der Wikipedia-Autor, der unter dem Nick ShelfSkewed selbst regelmäßig für Wikipedia schreibt. Der „Bicholim-Konflikt“ ist nicht der erste Fake auf der Online-Enzyklopädie. Alle falschen Einträge werden auf einer extra-Seite aufgelistet. Dort steht beispielsweise auch die ebenfalls erfundene Insel Bunaka. Grundsätzlich kann jeder Beiträge für Wikipedia schreiben, was natürlich auch die Gefahr von Falscheinträgen erhöht. Andererseits werden die meisten Einträge auch sehr schnell aktualisiert, so dass man auf Wikipedia tatsächlich fast alles finden kann.

Mittwoch, 9. Januar 2013

Zensur in China

Die Regierung Chinas hat die chinesische Internetseite „Tanhuang Chunqiu“ gesperrt, nachdem dort ein Aufruf zu politischen Reformen gepostet worden war. Die Online-Zeitung hatte in einem Artikel die Verfassung angeführt, die prinzipiell Meinungs- und Pressefreiheit garantiert. Darauf aufbauend sollten umfassende Reformen zukünftig mehr Bürgerrechte gewährleisten. Bereits Neujahr musste die Zeitung einen Artikel, der zensiert worden war, austauschen. Obwohl kein Mensch inn- oder außerhalb Chinas an der dort stattfindenden Zensur zweifelt, hat die Regierungsbehörde als Grund für die Website-Sperrung angegeben, dass diese nicht registriert sei.

Samstag, 22. Dezember 2012

Googles SafeSearch umstritten

Mit dem „SafeSearch“ hat Google ein System integriert, mit dem sich sogenannte jugendgefährdende Inhalte aus den Suchergebnissen entfernen lassen. Dieser Filter ist so eingestellt, dass beispielsweise die Anzeige von pornografischen Fotos verhindert wird. Nutzer können dabei zwischen drei verschiedenen Einstellungen – moderat, strikt, oder off – wählen. Allerdings gewinnt Google damit nicht nur Freunde. Während viele Eltern den Filter begrüßen, wächst der Ärger darüber bei erwachsenen Nutzern. Zwar ist die Filteroption nicht mit einer Zensur gleichzusetzen, doch zwingt der Filter User dazu erst gezielt in den verschiedenen Optionen nach entsprechenden Bildern zu suchen.

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Keine uneingeschränkte Haftung für Minderjährige durch Eltern

Der Bundesgerichtshof hat im Falle eines Urheberrechtsverstoßes durch Minderjährige entschieden, dass Eltern nicht für alle eventuellen Straftaten, die ihre minderjährigen Kinder online begehen, haftbar gemacht werden können. Im vorliegenden Fall hatten mehrere Musikkonzerne gegen die Eltern eines 13-Jährigen geklagt, der urheberrechtlich geschützte Lieder in Tauschbörsen angeboten hatte. Das Kölner Oberlandesgericht gab der Klage statt und verurteilte die Eltern zur Zahlung von 5300 Euro Schadensersatz. Dieses Urteil hob der BGH jetzt wieder auf. Nach Meinung des Gerichts ist es für Eltern unmöglich, die gesamten Online-Aktivitäten ihrer Kinder zu kontrollieren. Demzufolge liegt auch keine Verletzung ihrer Aufsichtspflicht vor und damit auch kein einklagbarer Verstoß.

Donnerstag, 22. November 2012

Neuer Kartendienst von Nokia

Passend zum neuen Betriebssystem Windows Phone 8 hat Nokia einen bessere Version des Kartendienstes für das Lumias 820 und 920 veröffentlicht. „Nokia Karten 3.0“ bietet neue Features, wie beispielsweise die Innenansicht für einige öffentliche Gebäude. Das soll helfen, damit man sich leichter in fremden Gebäudekomplexen, wie Flughäfen und Bahnhöfen, oder Einkaufszentren zurecht findet. Ein echtes Navigationssystem ist damit allerdings nicht verbunden. Eine weitere Verbesserung ist das schnellere Laden der einzelnen Seiten und Anzeigen. „Unterstützt wird Nokia Karten 3.0“ außerdem durch ein sprachgesteuertes Fußgänger-Navi-System, neue Touristikinfos und eine bessere Navigation für's Auto. Bisher läuft das neue Kartensystem allerdings nur auf den beiden Lumias-Modellen. Ob und wann es für andere Smartphones kompatibel sein wird, ist noch nicht bekannt.

Samstag, 10. November 2012

"Mega" als Nachfolger von "Megaupload"

Kim Schmitz, alias Kim Dotcom, der Gründer des Online-Speicherdienstes „Megaupload“, kündigte jetzt die Inbetriebnahme seiner neuen Plattform an. Er wird den neuen Dienst „Mega“ nennen und im Januar, am Jahrestag seiner Festnahme damit starten. Auf „Megaupload“ konnten User ihre Daten im Internet speichern und untereinander teilen. Das ist zwar legal, allerdings wurde die Plattform auch stark für die Verbreitung von Raubkopien genutzt. Die USA beschuldigt ihn, dadurch unrechtmäßig Millionen verdient zu haben. Sie fordert seine Auslieferung von Neuseeland, der Wahlheimat des gebürtigen Deutschen. Bis zu 20 Jahren Haft würden ihm im Falle einer Verurteilung in den USA drohen. Um sich in Zukunft vor solchen Anschuldigungen zu schützen, wird die neue Plattform ein Verschlüsselungssystem erhalten, dass es ihrem Betreiber nicht gestattet zu sehen, welche Daten geladen und geteilt werden.

Montag, 3. September 2012

Universität weist Internet-Sucht nach

Wissenschaftler der Universität Bonn und des Mannheimer Zentralinstituts für Seelische Gesundheit, haben in einer gemeinsamen Studie ermittelt, dass die sich verbreitende Internet-Sucht möglicherweise genetische Ursachen hat. Untersuchungen zeigten, dass während der Internetnutzung bei süchtigen Usern die selbe Gehirnregion aktiviert wird, wie bei der Nikotin-Sucht. Damit ist bewiesen, dass auch das surfen süchtig machen kann und Internetsucht kein "Hirngespinst" ist. Als süchtig gilt, wer sich gedanklich sehr stark mit dem Internet beschäftigt und sich extrem unwohl fühlt, wenn er zeitweilig darauf verzichten muss. Dies traf bei einer Umfrage der Universität Bonn auf 132 Männer und Frauen, von insgesamt 843 befragten Personen zu. Diese 132 Probanden zeigten eine wesentlich häufigere Veränderung der für Sucht "zuständigen" Gen-Bereiche, als die nicht so abhängigen Internet-Nutzer.