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Samstag, 4. Mai 2013

Netzneutralität

Die Telekom hat mit ihrer Ankündigung, das Datenvolumen der aktuellen Flatrate-Tarife, für den Internet-Zugang zu drosseln, für viel Aufregung gesorgt. Ähnlich wie schon bei Handyverträgen soll mit der aktuellen Internetpauschale nur noch für einen begrenztes Datenvolumen das schnelle Surfen möglich sein. Ist das festgelegte Datenvolumen erreicht, wird die Geschwindigkeit auf ein unbrauchbares Minimum gesenkt. Ursprünglich sollte die Begrenzung nur für Neuverträge gelten, doch wenige Tage nach der ersten Bekanntgabe der Pläne ließ die Telekom mitteilen, dass auch die alten Verträge entsprechend umgestellt würden. 

Die geplante Volumendrosselung erklärt der Konzern mit den "Immer höheren Bandbreiten", die sich "nicht mit immer niedrigeren Preisen finanzieren" lassen. Die Empörung der User hat noch eine andere, sehr heikle Ursache. Die Telekom gab nämlich auch bekannt, dass die Drosselung nicht für die Webseiten der Telekom und der zu ihr gehörenden Dienste und Angebote gelten würde. Das grenzt an Zensur und widerspricht der Netzneutralität, so dass in diesem Zusammenhang schon, ein wenig grantig, von "Unterschichten-Net" die Rede ist. 

Das angebotene Datenvolumen soll dann, so der Sprecher der Telekom, mindestens 75 Gigabyte betragen. Das scheint zwar recht viel, aber Angesichts der Tatsache, dass sich immer mehr Bereiche ins Internet verlagern, so dass in absehbarer Zeit alle Menschen gezwungen sein werden, regelmäßig online zu gehen - siehe als Beispiel, die erzwungene Online-Steuererklärung - dann kann man sich ausrechnen, dass auch 75 Gigabyte in ein paar Jahren nicht mehr ausreichen werden.

Sonntag, 21. April 2013

Microsoft geht einen Schritt zurück

Erst vor wenigen Tagen hatte der Analyst Bob O'Donnel, des Marktforschungsunternehmens IDC, das neue Betriebssystem Windows 8, für den Rückgang des PC-Verkaufs verantwortlich gemacht. "Es scheint klar, dass die Veröffentlichung von Windows 8 nicht nur dahingehend gescheitert ist, den PC-Markt anzukurbeln. Es scheint sogar, dass der Markt abgebremst wurde", so O'Donnell. Vor allem die ungewohnte Benutzeroberfläche und das Fehlen des Start-Button, erschwerten seiner Meinung nach die Akzeptanz von Windows 8.

Jetzt hat Microsoft bestätigt, dass in der neuen Windows-Version 8.1 zumindest der Start-Button wieder integriert werden soll. Damit hätten Benutzer weiterhin die Möglichkeit, direkt in den Desktop-Modus zu wechseln. Fraglich ist, ob das ausreichen wird, um die Käufer von Windows 8 zu überzeugen. Was leider nur wenig thematisiert wird ist, dass nicht nur die Benutzerfreundlichkeit umstritten ist.

Eine ebenfalls mit Windows 8 eingeführte Veränderung ist, dass Windows den Produkt-Key nicht mehr extra ausweist, so dass es für Windows-Nutzer, bei einer eventuell notwendigen Neuinstallierung des Betriebssystems schwer wird, das Betriebssystem wieder anzumelden und somit den Besitz nachzuweisen - ein Nachteil, der vermutlich nicht wenige Käufer abschreckt, gibt es doch mittlerweile schon recht benutzerfreundliche, kostenlose Linux-Versionen.

Donnerstag, 18. April 2013

Dissen als Werbestrategie - Samsung

Die neue Marketing-Strategie von Samsung, lässt nichts Gutes für die "Werbung" der Zukunft erwarten. Wie jetzt bekannt wurde, soll das Unternehmen Studenten dafür bezahlt haben, online in Foren über Konkurrent HTC und deren Handys zu lästern. Deswegen hat sich inzwischen die Wettbewerbskommission eingeschaltet, die diesbezügliche Vorwürfe prüft. Bestätigt sich dieser Werbebetrug, muss Samsung mit einer Strafe von bis zu 630.000 Euro rechnen. Samsung hat bereits Fehler eingestanden und erklärt, dass ein solcher "unglücklicher Vorfall" gegen die "grundlegenden Prinzipien" verstoße. Die Unternehmensführung entschuldigte sich und versprach, in Zukunft auf abwertende anonyme Kommentare zu verzichten. Das Manager-Magazin hat 2012 Samsung zum "aggressivsten Unternehmen der Welt" gekürt, eine Einschätzung mit der das Heft wohl nicht ganz falsch lag.

Mittwoch, 17. April 2013

Digitaler Nachlass

Google hat einen neuen, etwas ungewöhnlichen Online-Dienst angeboten. Ab sofort können Menschen über eine Testament-Funktion im Internet ihren Nachlass regeln. Ihren digitalen Nachlass. Denn der kann im 

Laufe eines Lebens recht umfangreich werden. Wie Google bekannt gab, kümmert sich die Testament-Funktion um das private G-Mail-Postfach, den Account auf dem Foto-Dienst Picasa, Youtube-Konten, Nutzung von Online-Datenspeicher und das von Google angebotene soziale Netzwerk Google+. User können zu Lebzeiten festlegen, was mit ihren dort gespeicherten Daten nach ihrem Tod geschehen soll. 

So besteht die Möglichkeit zu verfügen, wann die verschiedenen Accounts gelöscht werden sollen; sofort, oder nach drei, sechs, zwölf Monaten ohne Aktivität. Alternativ können auch Bekannte als Verwalter des"digitalen Nachlasses" angegeben werden.

Samstag, 16. März 2013

Friedrich will Facebook und Co. reglementieren

Der Bundesinnenminister, Hans-Peter Friedrich, hat scharfe Datenschutzvorschriften für soziale Netzwerke im Internet gefordert. "Für die sozialen Netzwerke brauchen wir strenge Auflagen, um Profilbildung zu verhindern, die weit über das hinausgehen, was dem User bewusst ist", erklärte Friedrich in einem Interview gegenüber dem „Tagesspiegel“. Die im vergangenen Herbst getroffene Vereinbarung mit Facebook reicht seiner Meinung nach nicht aus, um den Datenschutz für die Nutzer des Netzwerkes zu gewährleisten. Dafür soll auch für außereuropäische Netzwerkanbieter die europäische Datenschutzverordnung bindend werden, wenn diese Netzwerke europäischen Nutzern zur Verfügung gestellt wird. Das funktioniert jedoch nur, wenn auch Sanktionsmöglichkeiten bestehen, da Vereinbarungen, die allein auf Freiwilligkeit beruhen, langfristig nicht funktionieren können.

Freitag, 8. März 2013

Smartphone-Boom ungebrochen

Apple Hauptquartier
Der Smartphone-Boom hält an. Bereits im Dezember 2011, knapp vier Jahre nach der Markteinführung des ersten iPhone, waren in Deutschland 21 Millionen Smartphones in Betrieb. Das entsprach rund 35 Prozent, aller damaligen Handynutzer. Bis Oktober 2012 stieg die Zahl auf 29,50 Millionen. Das bedeutet, dass sich rund jeder

 zweite Handynutzer derzeit für ein Smartphone entscheidet. Smartphones sind deshalb so attraktiv, weil sie die Möglichkeiten des mobilen telefonierens mit dem schnellen Zugriff auf das Internet und den Möglichkeiten eines Organizers vereinen. Obwohl das erste, damals von IBM und Bell South entwickelte Smartphone, bereits 1995 als „Personal Communicator“ auf den Markt kam, trat es seinen „Siegeszug“ erst an, als Apple seine neuen „iPhone“- Modelle 2007 mit einem Touchscreen versah. Damit traf das Unternehmen den Nerv der Käufer und avancierte in Rekordgeschwindigkeit zum erfolgreichsten Anbieter für die mobile Kommunikation. In den letzten Jahren hat die Konkurrenz aufgeholt und mittlerweile gibt es eine umfangreiche Angebotspalette.

Noch immer zählen die iPhones vonApple, bei den Käufern, zu den beliebtesten Smartphone-Modellen. Die Differenzen im Absatz, verglichen mit Anbietern wie; Samsung, Nokia oder RIM, liegen jedoch nur noch im einstelligen Bereich. Stärker als vom Markennamen wird die Kaufentscheidung der Kunden von den jeweils enthaltenen Anwendungen, der Bedienbarkeit und natürlich vom Preis bestimmt. Da aufgrund des gewachsenen Konkurrenzdrucks ständig neue Modelle auf den Markt kommen und sich die persönlichen Anforderung an ein Smartphone ändern, entwickelte sich auch ein umfangreicher Online-Handel mit gebrauchten Handy- und Smartphone-Modellen, wie beispielsweise die Plattform „Sellbox“, auf der private Verkäufer in Sekundenschnelle checken können, was ihr nicht mehr benötigtes Handy wert ist.

Käufer mit einem etwas kleinerem Budget, finden hier, durch die einfache Menüführung, schnell ein Modell, dass ihren Wünschen entspricht. Gerade aufgrund der Experimentierfreudigkeit der Anbieter und der sich dadurch rasant ändernden neuen Applikationen, lohnt sich die Nutzung des privaten Smartphone-Handels. Und ein baldiges Ende des Smartphne-Booms, ist ganz sicher nicht zu erwarten.

Sonntag, 3. März 2013

Regierung entscheidet gegen Verlage

Das von den Zeitungsverlagen angestrebte Leistungsschutzrecht, wurde jetzt von der Regierung abgelehnt. Wie aus dem aktuellen Gesetzentwurf hervorgeht, bleibt auch zukünftig die Verwendung von Text-Auszügen kostenfrei. Die Zeitungsverlage hatten gehofft, den Suchmaschinenbetreiber Google daran hindern zu können, Anrisstexte für die Suchmaschinen-Links zu verwenden. "Der Hersteller eines Presseerzeugnisses hat das ausschließliche Recht, das Presseerzeugnis oder Teile hiervon zu gewerblichen Zwecken öffentlich zugänglich zu machen - es sei denn, es handelt sich um einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte", heißt es, nach Recherchen der „Welt“, in einem entsprechenden Passus der jetzt zur Beratung vorliegenden Änderung des Leistungsschutzrechts. Verleger nehmen daran Anstoss, dass Google und andere Suchmaschinenbetreiber von ihrer Arbeit profitieren, ohne dafür zu bezahlen. Richtig nachvollziehbar ist diese Beschwerde allerdings nicht, das durch diese kurzen Textausschnitte die Online-Suche erleichtert wird – womit sich natürlich auch die Anzahl der Zugriffe auf die verlinkte Verlagswebsite.

Donnerstag, 7. Februar 2013

Yahoo plant Zusammenarbeit mit Google

Yahoo, seit Jahren um seine Konkurrenzfähigkeit kämpfend,, hat jetzt eine Werbepartnerschaft mit Kontrahent Google vereinbart. Demnach sollen zukünftig auch Anzeigen des Google-Werbedienstes auf Yahoo erscheinen. "Indem wir Google zur Liste unserer Weltklasse-Partner für Kontextwerbung hinzufügen, werden wir in der Lage sein, unser Netzwerk zu erweitern, was heißt, dass die Anzeigen für unsere Nutzer noch passender sein werden", erklärt der Sprecher von Yahoo. Ursprünglich, zu Beginn des Internetbooms, war Yahoo der führende Internetdienst. Google holte jedoch schnell auf und ist jetzt die führende Suchmaschine, für die alle Webseiten optimiert werden. Im gleichen Maße nahm, trotz wachsender Online-Community, die Bedeutung von Yahoo ab. In den vergangenen Jahren musste der Internetdienst sich ernsthaft Sorgen um seine finanzielle Sicherheit machen. Bisherige Werbeverträge mit der Suchmaschine Bing, von Microsoft, änderten daran nicht viel. Bleibt abzuwarten, ob die Zusammenarbeit mit Google erfolgreicher wird.

Mittwoch, 6. Februar 2013

Bezahldienst Paypal warnt vor betrügerischen Mails

Paypal und Verbraucherschutzvereine warnen erneut vor betrügerischen E-Mails. Aktuell erhalten viele Kunden des Bezahldienstes Paypal Mails, die sehr echt wirken und viele Adressaten überzeugen, sie würden von Paypal stammen. Damit sollen die Zugangsdaten der Kundenkonten ausspioniert werden. Dafür enthalten die Mails einen Link, der zu einem falschen Paypal-Anmeldeformular führt. Gibt der Kunde dort seine Zugangsdaten ein, werden diese benutzt um auf das Konto zuzugreifen und es leer zu räumen. Experten raten, bei Zweifel über die Echtheit einer erhaltenen Mail, diese an das Kundencenter von Paypal weiter zu leiten. Sicherer ist es allerdings, sich von vornherein nicht über Mail-Links bei Paypal, oder einem anderen Bezahldienst, anzumelden. Es kostet nur wenige Sekunden, auszuloggen und sich über die Startseite anzumelden, spart aber unter Umständen sehr viel Zeit, Geld und Nerven, wenn dadurch eine eventuelle Falle umgangen wird.